Anfang 2016 haben wir begonnen mittels Crowdfunding unser Projekt „Bienenhof“ zu verwirklichen. Leider hatte es damals nicht für die gesamte Summe gereicht, aber mit der Teilsumme konnten wir die ersten Umbaumaßnahmen in den letzten zwei Jahren vornehmen. Da alle Arbeiten in Eigenleistung erfolgen, zieht sich die Umsetzung der geplanten Maßnahmen leider etwas länger als ursprünglich angenommen, 2017 wurden einige Räumlichkeiten fertiggestellt und ein paar Schutzanzüge angeschafft.

Einen weiteren großen Schritt zum Bienenhof konnten wir am Karfreitag 2018 machen – die Anlage der Streuobstwiese!

Ursprünglich hatten wir Freunde und Familie für Ostersamstag zur gemeinsamen Pflanzaktion eingeladen, denn bestellt waren über 40 Obstbäume mit einer Größe über 2m, die alle an einem Tag in den Boden mussten. Und sind wir doch mal ehrlich, gemeinsam macht es doch einfach viel mehr Spaß als alleine

Einen fetten Strich durch die Rechnung machte uns dann die Wetterprognose für das Osterwochenende, es sah zuletzt kühl und nass aus. Daher entschieden wir uns kurzfristig dafür die Pflanzaktion auf Karfreitag vorzuverlegen, die Wetterbedingungen sahen immerhin noch angenehm und trocken aus. Während Martin und Jan kurzerhand am Donnerstagabend noch die Obstbäume abgeholt haben, wurde vor Ort versucht alles für den nächsten Tag vorzubereiten.

Gemeinsam mit Helfern aus dem Familien- und Freundeskreis ging es dann am Karfreitag also los. Die Bäume mussten nach Vorgabe der Baumschule gesetzt und mit einem Pfosten und Kokosband verschnürt werden. An diesem Tag haben wirklich alle mit angepackt. Von unseren Stöpseln, die gemeinsam Material über das Gelände trugen bis hin zu den (Ur-) Omas, die für das leibliche Wohl sorgten und die Bäume vorsortierten, waren alle an diesem Tag eingebunden. Selbst die Hühner und Katzen tummelten sich immer wieder am Ort des Geschehens und waren mittendrin

Nun zu der Streuobstwiese
Auf etwas über 3 Morgen Land wurden ca. 40 hochstämmige Obstbäume gepflanzt, wobei wir Wert auf alte Obstsorten und eine breite Vielfalt gelegt haben. Nihct unberücksichtigt blieb natürich auch die Verteilung der Blüte- und Reifezeiten, denn wer schon mal an unserem Hof vorbei gefahren ist, weiß, dass wir meist zwischen 10 und 20 Bienenvölker direkt an der Wiese stehen haben. In den nächsten Tagen wird noch zwischen den Bäumen eine mehrjährige Blühmischung eingedrillt und dann steht unseren Bienen zusammen mit den Blüten der Obstbäume ein reichhaltiges Nahrungsangebot zur Verfügung. Neben Apfelsorten wie „Celler Dickstiel“ oder „Kaiser Wilhelm“ haben wir auch bei den Birnen, Zwetschen, Süß- und Sauerkirschen vorwiegend alte Sorten gepflanzt. Und wenn die Bäume dann zukünftig richtig schön blühen, können unsere großen und kleinen Besucher direkt beobachten, wie die Bestäubung durch die Biene abläuft und welchen Nutzen der Mensch später in Form einer reichlichen Obsternte davon hat.

Auch an dieser Stelle vielen Dank für eure Unterstützung zum Projekt und natürlich ein großes Dankeschön an unsere Helfer!

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